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Kahl Fraß Schäuble, die graue Eminenz neoliberaler Lightkulturideologen

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Kahl Fraß Schäuble, die graue Eminenz neoliberaler Lightkulturideologen

Kahl Fraß Schäubles erster Kahlschlag

Kahl Fraß Schäubles erster Kahlschlag war so erfolgreich, daß er etwas geschafft hat, wozu weder Stalin noch Ulbricht oder Honecker in der Lage waren: Die Enteignung des Eigentums ostdeutscher Landwirte. Die waren zwar von der DDR-Führung gezwungen worden, sich zu landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG's) zusammen zu schließen, aber in der DDR blieben die eingebrachten Maschinen und Äcker bis zum Kahlschlag-Programm des Einigungsarchitekten das Privateigentum ihrer Besitzer.

Im Westen war/ist nicht die Produktion, sondern der Verkauf landwirtschaftlicher Güter durch entsprechende Genossenschaften organisiert. Die westdeutsche Zwangsmitgliedschaft in diesen Organisationen funktioniert(e) allerdings nicht sozialistisch sondern "freiheitlich": Ohne Mitgliedschaft kein Verkauf.

Die freiheitlich kapitalistische Zwangskollektivierung

Nach dem Anschluß der DDR wurden die Produktionsgenossenschaften nicht aufgelöst und ihre Mitglieder in "West-Freiheit" entlassen, sondern die LPG's wurden zwangsweise in Unternehmen teils auch noch rechtswidriger Gesellschaftsformen überführt. Kein ostdeutscher Landwirt wurde gefragt, ob er damit einverstanden ist, seinen Privatbesitz statt in eine LPG in eine Firma einbringen zu müssen. Wer dachte, es ginge weiter wie bisher, die LPG hätte nur einen neuen Namen bekommen, wurde sehr schnell eines besseren belehrt, denn durch die BRD-Firmenkonstruktionen wurden die ostdeutschen Landwirte vom Einigungsarchitekten noch schöner gefickt als von den Genossen. Mit einem Schlag konnten Ostdeutsche nicht nur genauso wenig wie in der LPG über ihr Land und ihre Maschinen bestimmen, sondern sie konnten nicht einmal mehr von ihrem Land und ihren Maschinen sprechen. Stattdessen besaßen sie jetzt nur noch einen "Firmenanteil". Damit war das Privateigentum ostdeutscher Landwirte praktisch schon verloren.

Die Enteignung durch Zerschlagung der Firmenanteile

Nach der Zwangsumwandlung des Privateigentums in Firmenanteile erfolgte die kapitalistische Enteignung. Dazu wurden "Bilanzexperten" und windige Wirtschaftsanwälte aus dem Westen angeheuert, die mit Kahl Fraß Schäubles juristischen Baseballschlägern im Gepäck begannen, die Firmenanteile ostdeutscher "Eigentümer" systematisch kurz und klein zu schlagen. In der nicht US-besetzten Zone schlugen Traktoren war auf einmal nur noch mit 1.- EUR zu Buche -also weit weniger als der reine Eisen-Schrottpreis-, und Ossiland konnte die gleiche Bodenqualität wie Wessiland haben, wurde aber trotzdem mit Witzpreisen bilanziert. Wer nach dem Anschluß Geld brauchte und seinen Anteil verkaufen mußte, dessen vormaliger Besitz an Land und Maschinen wurden durch diesen Trick schon mal zum Super-Sparpreis abgefrühstückt.

Es gibt natürlich immer die, die nicht verkaufen wollen. Mal sehen, welcher Ostdeutsche hart bleibt, wenn Investoren ihn wirtschaftlich existentiell bedrohen, entweder entsprechend dem Firmenanteil Kapital nachschießen (und sich verschulden) zu müssen, um dann eventuell auch noch zB. das eigene Haus etc. zu verlieren, oder doch lieber auf den eigenen Firmenanteil zum Witzpreis verzichtet. In den richtigen Händen vollbringen juristische Baseballschläger bei der Existenzbedrohung und -vernichtung wahre Wunder. Und das vor Gericht und voll "rechtsstaatlich".

Das Gerede von der Wichtigkeit kleiner und mittelständischer Familienunternehmen ist die Charakteristik "christlich (wert)konservativer" Blasmusik, unter der der neoliberale Mob das stets gleiche Ziel verfolgt: Viele kleine Betriebe zu Gunsten weniger großer zu zerschlagen.

Die Enteignungskonstruktion "Firmenanteil + Neubewertung"

Wirklichen Zugriff auf seinen Traktor und sein Land bekam in der Regel nur, wem es gelang, zunächst die Mehrheit an den Anteilen seines kapitalistischen LPG-Ersatzes zu übernehmen. Damit bekommt man gleichzeitig auch die Kontrolle über das Land und die Maschinen der Minderheitsanteile und kann dann verschiedene Strategien anwenden, diese Anteile zum Schnäppchenpreis outzusqueezen. Mit für die DDR nigelnagelneuen weil aus der BRD stammenden und dort konstruierten (juristischen) Baseball-Schlägern wurde die Konzentration der Landwirtschaft darwinistisch gelöst: Wer den Kapitalismus am schnellsten begriffen hat, hatte gewonnen.

Die Enteignungskonstruktion "Firmenanteil + Neubewertung" des Einigungsarchitekten hatte einen durchschlagenden Erfolg, und genau so war es politisch gewollt. Der neue "Investor" kam nicht unbedingt aus dem Westen, sondern die LPG wurden garnicht mal so selten vom lokalen (Blockflöten)Parteifürsten und ehemaligen LPG-Vorsitzenden, neuerdings CDU-Flöte, übernommen.

Mit der Enteignungskonstruktion "Firmenanteil + Neubewertung" wurde nicht nur ostdeutschen Landwirten ihr Eigentum "legal" abgepreßt, sondern sie wurde das Standard-Kochrezept zur Privatisierung von Volkseigentum. Um nicht darüber streiten zu müssen, ob der Lightkulturideologe Schäuble, die Chicago-Boys oder sogenannte "Wirtschaftsberater" aus dem Umfeld des Clinton-Mobs diese Kahlfraß-Methode entwickelt haben, wurde sie einfach nach ihrem größten Opfer benannt. Allerdings ist es nicht gelungen, Rußland durch die Anwendung der "russischen Methode" vollständig zu zerlegen.

Die Alternative: Freiheit statt Kahlfraß

Die Alternative zum Enteignungsprogramm des Lightkulturideologen Kahl Fraß Schäuble wäre die ersatzlose Auflösung der LPG's gewesen. Jeder ostdeutsche Landwirt hätte dann mit seinen Maschinen auf seinem Grund in den (engen) Grenzen seiner neuen "BRD-Freiheit" wirtschaften können, die auch für westdeutsche Landwirte gilt. Stattdessen verloren die meisten ihren Besitz bzw. ihre Lebensgrundlage, wurden arbeitslos oder mußten sich in so wertvollen Schäubleopfer-Tätigkeiten wie beispielsweise Bratwurstverkäufer am Imbißstand weiterbeschäftigen lassen. Der Leistungsträger Schäuble selbst (u.a. 1984 großes Bundesverdienstkreuz, 1989 großes Bundesverdienstkreuz mit Stern, 1991 Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2008 Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg) liegt dagegen in einer ganz anderen sozialen Hängematte.

In einigen kleineren ehemaligen Ostblockstaaten bekamen Landwirte tatsächlich ihre Freiheit zurück. Nachdem die EU ihnen neue Gesetze verordnet hatte, wurden auch diese Betriebe zerschlagen oder durch internationale Heuschrecken aufgefressen. Die Sprachrohre des neoliberalen Mobs züchten sich "Volksvertreter" heran, die die Gesetze des "freien Marktes" immer wieder so umschreiben bzw. neu erfinden, daß vormals gesunde kleine oder mittelständische Betriebe plötzlich nicht mehr lebensfähig sind und zu Gunsten von Großbetrieben ausgemerzt werden.

Kleiner Tipp für die Schäuble-Opfer: Einfach mal den Bullensport Listen machen übernehmen und abrechnen. Es gibt Polizeilisten, Steuerlisten, Unternehmens- und Lobbyregister, die DAX-Liste, die Liste der 1000 reichsten Clans, Grundstückslisten, Wahllisten, ... nur "Feindeslisten" sind seit dem Wirken des nationalsozialistischen Untergrundes 2.0 und zahlreicher weiterer interessanter Aktionen durch Mitglieder der Sicherheitsapparate strafrechtlich relevant. Vor strafrechtlich relevanten Dingen wird selbstverständlich ausdrücklich abgeraten.

Das Eliminationsprogramm des Brunnenvergifters der Nation

Der bayrische Merkelabbauer und Brunnenvergifter der Nation Horst Drehhofer (u.a. 1989 bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste, 1996 Großes Verdienstkreuz der BRD und bayerischer Verdienstorden, bayerische Verfassungsmedaille in Gold) hat mit seinem eigenen Kahl Fraß Programm nachgelegt: Durch Drehhofers Aufhebung der Flächenbindung in der Nutztierhaltung wurden Zehntausende kleiner und mittelständiger Betriebe der Fleischproduktion/Verarbeitung in den Ruin gedrängt und zerschlagen.

Die Hundekrawatte als der bessere Schäuble: Die "Alternative für Deutschland" in der alternativlosen Demokratie

Für "wertkonservative", denen der Lightkulturideologe Kahl Fraß Schäuble oder der Brunnenvergifter der bayrischen Mautpartei zu "links grün versifft" sind, gibt es eine Alternative. Ob die allerdings ostdeutschen Landwirten ihr Land zurück gibt oder zur Flächenbindung in der Nutztierhaltung zurück kehrt, damit wieder deutlich mehr Menschen als nur marktbeherrschende Multimilliarden-schwere Clans und ihre osteuropäischen Arbeitssklaven von der Fleischproduktion leben können, dieser Wirtschaftszweig seine alte Nachhaltigkeit zurückerlangt, und die Quellen von Quotenjulias bestuntersuchtem Lebensmittel nicht mehr so verschissen bzw. Nitrat-verseucht werden, ist eher unwahrscheinlich. Dieses Programm bietet keine Partei.

Das neoliberale Vorspiel Anfang 2000

Nachdem der Globalisator Hans Eichel das Finanzsystem der Clownfabrik übernommen hatte, begann eine Kulturrevolution in der deutschen Unternehmenskultur. Auf einmal war es auch deutschen Unternehmern möglich, Hunderte Milliarden EUR Firmenkapital weitestgehend steuerfrei in Privatvermögen umzuwandeln und um den Erdball zu schieben. Anschließend hat das "Finanzgenie" Peer Steinbrück die Besteuerung der in der BRD neu entstandenen (multi)Milliarden schweren Oligarchen vollends zu einem Witz gemacht hat.

Das Ergebnis der "Finanzmarktreformen" war die Zerschlagung der "sozialen Marktwirtschaft" und eine Vermögensverteilung, in der die BRD in der Hitliste (multi)milliardenschwerer Clans hinter den USA, China und Indien mit 136 Platz vier im globalen Wettlauf der Oligarchen einnimmt.

Der Supergau: Kahl Fraß Schäubles Berufung zum Bundesfinanzminister

Nachdem diese gigantischen Steuergeschenke laut Lügenpresse dafür gesorgt haben, daß der gemeine Steuerdepp seine Arbeit behält, wurde es Zeit, daß wieder jemand Finanzminister wird, der kein Sozi ist, sondern etwas "von Wirtschaft versteht". Völlig unerwartet fiel die Wahl auf den Schäuble. Nur was will ein Lightkulturideologe, der neben seiner Rolle als "Einigungsarchitekt" vor allem zu dem widerwärtigen Mob gehört, der kontinuierlich die Grundrechte ab- und das Bundessicherheitshauptamt aufbaut, als Bundesfinanzminister?

Schäuble hat die Hunderte Milliarden EUR schweren Geschenke seiner beiden Vorgänger abgerundet durch Kahlfraß-Programme, denn irgendeiner muß diese Geschenke bezahlen. Außerdem stiegen in der Amtszeit der schwarzen Null die Ausgaben des Bundes jährlich etwa doppelt so schnell wie das Wirtschaftswachstum. Dazu stehen folgende Optionen zur Verfügung:

neue Schulden aufnehmen
alternative Buchungs- oder Rechenmethoden erfinden
die Steuern erhöhen
die Zinsgewinne von Sparkonten, Lebensversicherungen und "privater" Altersvorsorge kahl fressen.

Kahl Fraß Schäuble, der Endlöser für Sparkonten und Altersvorsorge

Das Geld des gemeinen Arbeitsidioten steckt in Sparkonten und Altersvorsorge, falls etwas anderes als Schulden da ist. Das mit Abstand größte Vermögen besitzt eine sehr kleine Minderheit Multimilliarden schwerer Clans, steckt in Aktien und zentralisiert mit dem gleichen Erfolg aller zentral geplanten Wirtschaftssysteme zunehmend die Wirtschaft. Aber statt die marktbeherrschenden Kartelle der Clans zu zerschlagen, um die Marktwirtschaft wieder herzustellen und der Demokratie noch eine Chance zu geben, hat der neoliberale Lightkulturideologe Kahl Fraß Schäuble mit der Endlösung der deutschen Sparkultur begonnen.

Wer Sparkonten und Altersvorsorge nicht umschichtet, hat ohne Zinsen schon mal mit Sicherheit verloren. Ob der gemeine Arbeitsidiot allerdings auch so reich wird, wie diese Clans, oder nur das Kanonenfutter ist, wenn er in Aktien "investiert", steht auf einem ganz anderen Blatt. Nach der Endlösung des Sparens kommen andere Endlösungen.

Ein besonders perverser Schäublezug: Ausgerechnet der Endlöser des Sparens läßt sich in der Lügenpresse gerne als "sparsame schwäbische Hausfrau" lobhudeln. Und wer beim Scheißen etwas zu lachen haben will, kann in der Welt des (nichtjüdischen) Zionisten Döpfner eine Artikelserie nachlesen, in der der neoliberale Lightkulturideologe Schäuble die neoliberalen Auswüchse der Finanzmärkte ein wenig "kritisieren" darf.

Die Zentralbank-Idee einer nicht durch Gold gedeckten Währung

Jeder Euro, den die EZB ausgibt, ist ein Euro neuer Schulden. Damit dieser aus dem Nichts gedruckte Euro nicht ungedeckt bleibt, wird er von der EZB an Privatbanken ausgeliehen, die ihn wiederum an Endkreditnehmer weiter verleihen. Der Clou: Der Endkreditnehmer bekommt den Euro nur, wenn er eine entsprechende Sicherheit hinterlegen kann, durch die der Euro gedeckt ist. Fällt der Kredit aus, macht die Bank diese Sicherheit zu Geld und zahlt damit ihre Schulden bei der EZB zurück. Ansonsten verschwindet der Euro wieder im Nichts, sobald Endkunde und Privatbank den Kredit jeweils erfüllungsgemäß zurück zahlen. Übrig bleibt nur, was durch die wirtschaftliche Aktivität des Endkunden an Wert geschaffen wurde.

Um sicherzustellen, daß diese so wunderbare Theorie der Kapitalbereitstellung auch praktisch funktioniert, wurde das Politbüro der EZB als eine (angeblich) politisch unabhängige staatliche Organisation konstruiert, die nur einer harten Währung verpflichtet ist. Außerdem wurden zwischen Endkunde und EZB die Privatbanken zwischengeschaltet, weil die (angeblich) viel besser als staatliche Institutionen sicherstellen können, daß jedem Euro neuer Schulden auch tatsächlich die entsprechende Sicherheit hinterlegt ist.

Die Erfindung dieser Idee im historischen Kontext

Erfunden wurde diese Theorie Anfang der 70-iger, als die Amerikaner dem Versprechen nicht mehr nachkommen konnten, die grünen Scheine jedes Nicht-US-Staatsbürgers auf dessen Verlangen hin in die stets gleiche Menge Gold umzutauschen. Nachdem die Nordvietnamesen die für den US-Dollar in Fort Knox hinterlegten Sicherheiten vernichtet hatten, mußten die Amerikaner sich eine alternative Theorie der "Geldschöpfung" ausdenken, um den sonst unvermeidlichen Bankrott abzuwenden.

Damit ist auch klar, daß diese wunderbare Theorie von Anfang an war nur als Mafiatrick konzipiert war. Einfach den Teil mit den hinterlegten Sicherheiten weglassen, der für die Laberpäpste der Elfenbeintürme reserviert ist, und schon wird klar, wozu diese Theorie wirklich dient: Sich unbegrenzt und ohne eine hinterlegte Sicherheit grüne Scheine aus dem Hintern ziehen zu können. Die historisch "bahnbrechende" Erfindung des funny money war geboren. Gold stört gewaltig, denn ein so simples und transparentes Sicherheitssystem, in dem praktisch jeder die Sicherheit nur nachzählen muß, ist für die Entwicklung immer neuer Betrugsmethoden viel zu transparent.

Um dieser historisch vollkommen neuen Methode der Gelderfindung den Anstrich von Seriösität zu verleihen, wurde zeitgleich sogar ein entsprechender Nobelpreis installiert. Immer wieder wird der auch von Leuten eingesackt, die sich ein neues Finanzprodukt, sprich eine neue Betrugsmethode zur Erzeugung alternativer Sicherheiten ausgedacht haben. Wie gesagt, der historische Standard Edelmetall-basierter harter Währungen ist zu einfach popelig: Dann könnte jeder einfach nachzählen, und die Elfenbeintürme hätten nichts zu labern.

Akademische Vollpfosten oder tatsächlicher Experte: Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis

Die Erklärungen von Finanzprodukten durch Wirtschaftsexperten der Universitäten sind technisch natürlich korrekt. Allerdings hat man oft den Eindruck, daß sie keinen blassen Schimmer davon haben, was man mit diesen Produkten wirklich machen kann, oder noch schöner, die Praxis in den Überlegungen erst gar keine Rolle spielt. Mit dem Glauben, daß Währungstheorien oder Finanzprodukte so angewandt werden, wie Theoretiker sich das ausgedacht haben, beginnt der akademische Vollpfosten. Eine AK-47 vom Physik-Prof. erklärt ist schließlich auch etwas ganz anderes, als wenn die Taliban mal nachdenken. Und wen interessiert schon die (theoretische) Existenzberechtigung eines neuen Finanzproduktes, wenn er damit das britische Pfund aus dem europäischen Währungssystem (EWS) eliminieren kann, um an einem Tag 1 Milliarde zu machen? Am besten läßt man immer zuerst seine Phantasie spielen oder probiert gleich mal das Gegenteil der "Theorie" aus, nur um zu sehen, wozu sie wirklich taugt.

Nur die exakten Wissenschaften (Mathematik, Physik) liefern Theorien, die eine beliebig häufig reproduzierbare Vorhersage über den Ausgang des Experimentes treffen können, und das auch noch unabhängig von der Rasse, Religion, Hautfarbe ... dessen, der das Experiment durchführt. Wirtschaftstheorien dagegen sind wie der Kommunismus Ideologien, denn die Systeme, auf die diese "Theorien" angewandt werden, sind viel zu komplex, als daß man sichere und reproduzierbare Vorhersagen treffen könnte. Zudem fallen die Ergebnisse in jedem Land -selbst bei gleicher Ideologie- sehr unterschiedlich aus. Gute Politiker sind Praktiker und verlassen sich (außer in Mathe und Physik) nicht auf "Theorien", sondern gehen empirisch und kleinschrittig vor.

Der Petrodollar als Zwischenschritt zum funny money

Der direkte Schritt von der Golddeckung zum durch nichts gedeckten funny money war in den 70-igern allerdings nicht drin, aber auch hier wußte die Mafia einen Rat. Als Zwischenschritt wurde ein Schutzgeld-Erpressungssystem aufgezogen und dem US-Dollar das Öl der OPEC als Sicherheit hinterlegt. Das gehört den Amerikanern zwar nicht, aber was heißt das schon, wenn sie die OPEC-Staaten zwingen können, ihr Öl ausschließlich gegen frisch gedruckte grüne Scheine einzutauschen. Der US-Dollar wurde zum Petrodollar. Wer keinen Bock hatte, sich von freedom-Fressen der Mafia "freedom-oel" zum "Freundschaftspreis" andrehen zu lassen, hat mit der Sowjetunion zu einem ganz anderen Preis Tauschgeschäfte gemacht.

50 Jahre nach der laut Nixon nur "temporären" Aussetzung der Golddeckung

50 Jahre später hat sich die "Zentralbank-Theorie" in den führenden Wirtschaftsmächten (Amerika, China, Europa) durchgesetzt, und längst haben alle drei begriffen, daß der Sinn dieser "Theorie" darin besteht, immer wieder neue Betrugsmethoden zur Verbuchung von Fake-Sicherheiten zu kreieren, um Schuldenberge ins Nirvana aufblasen zu können. Wer dabei die Nase vorn hat, ist aufgrund des unglaublichen Erfindergeistes schwer zu sagen. Viel einfacher läßt sich dagegen sagen, wie die stetig wachsenden Schuldenberge verwandt werden bzw. wo der Lebensstandard der Bevölkerung steigt, und wo er sinkt.

Die Aufgabe einer Zentralbank, dem Volk und der Wirtschaft eine harte Währung zur Verfügung zu stellen, interessiert nicht mehr. Die Zentralbanken sind zu Politbüros mutiert, die einem stetig wachsenden Staatsapparat und "systemrelevanten" Großbetrieben direkt und unbegrenzt Geld zur Verfügung stellen. So wie in der DDR oder der Sowjetunion.

Der höchste Level beim Betrug mit Sicherheiten

Der höchste Level, den Zwang zu unterlaufen, für jeden frisch gedruckten Schein auch die entsprechende Sicherheit zu hinterlegen, ist die Nummer mit den Rating-Agenturen. Staaten oder Konzerne beschaffen sich Kredit durch die Emission von Anleihen. Der "Käufer" solcher Anleihen gibt einen zeitlich befristeten Kredit, der verzinst und am Ende der Laufzeit zurückgezahlt wird. Das ist zumindest das Versprechen. Um Kreditgebern dieses Versprechen schmackhaft zu machen, werden Rating-Agenturen beauftragt, die gegen viel Geld die Anleihe einer Bewertung unterziehen.

Komisch nur, das sich "sichere" tiple-A geratete Unternehmen/Finanzprodukte während der Finanzkrise reihenweise als Totalverlust herausstellten, und das teure Rating auf einmal nichts als nur die freie und unverbindliche Meinungsäußerung der Rating-Agentur war. Wer auf die die alternative Wahrheit von Fakenewsspritzen hereingefallen war, die Meinung bestbezahlter Analysten mit ihren hochkomplexen -d.h. vor allem undurchsichtigen- mathematischen Modellen könne eine liquidierbare Sicherheit ersetzen, war (theoretisch) erledigt. In der Praxis wurden die fehlenden Sicherheiten "systemrelevanter" Versager durch Hunderte Milliarden schwere Rettungsprogramme aufgefangen.

Wie unberechenbar schwachsinnig die Märkte reagieren können, hat später der "deutsche" Donald vorgeführt. Trump konnte den Wert von Firmen viel besser als die hochbezahlte Meinung irgendeiner Ratingagentur "beurteilen", indem er sich morgens einfach mal (für umsonst) seine freie Meinung herunter getwittert hat. Rational ist diese Meinung irrelevant, solange man voraussetzt, daß die USA eine Demokratie mit funktionierenden Institutionen sind.

Der ehemalige "Sicherheitschef" Schäuble bzw. die EU haben 2009 und 2013 zum schönen Schein ein wenig Kosmetik gegen den Unfug mit den Fake-Sicherheiten der Rating-Agenturen unternommen. Die Kosmetiker können jedoch Gesetze neu erfinden, wie sie Lust haben, die Ratingagenturen können nicht ansatzweise für die Tausenden Milliarden an Kreditrisiko haften, über das sie ihre freie Meinung verbreiten. Daher kann ein Rating keine Sicherheit ersetzen. Eine freie Meinung ist -selbst wenn sie ein wenig eingeschränkt wurde- nicht vollstreckbar, aber nur eine bei Verzug jederzeit vollstreckbare Sicherheit ist eine Sicherheit.

DDR 2.0: Direkte Unternehmensfinanzierung durch die Zentralbank

Weil die Privatbanken aus der Finanzkrise tatsächlich die Lehre gezogen haben, die Kernaufgabe ihrer Existenzberechtigung wieder ernster nehmen und verstärkt sowohl selbst prüfen, ob ein Unternehmen überhaupt noch Sicherheiten bieten kann, als auch auf liquidierbare Sicherheiten bestehen, ist die EZB auf die Idee bekommen, die Prüfung/Sicherheitenbestellung der Privatbanken auszuhebeln und im Hunderte Milliarden-Maßstab Firmenanleihen direkt aufzukaufen. Als "Sicherheit" wird wieder nur die freie Meinung der Ratingagenturen abgeheftet. Damit hat das Politbüro der EZB nicht nur die Sicherheits-Kosmetik als reinen PR-Gag entlarvt, sondern auch die Zentralbank-Idee der Sicherheitenbestellung durch Privatbanken gegen eine DDR-artige direkte Unternehmensfinanzierung durch ungedecktes Zentralbankgeld (funny money) ersetzt, während der Lightkulturideologe mit der "Sicherheitskompetenz" entweder mitgemacht, nur zugesehen oder nichts mitbekommen hat.

Erfreulicher Weise zwingt der Gesetzgeber die DAX-Konzerne zur Veröffentlichung von Geschäftsberichten, in denen das Eigenkapital und die Finanzschulden (Bankkredite, Anleihen etc.) ausgewiesen sein müssen. Wer der freien Meinung ist, daß Konzerne mit mehr Schulden als Eigenkapital keine im Insolvenzfall jederzeit vollstreckbare Sicherheiten bieten können und bankrott sind, für den wird die "Investition" in Aktien schwierig.

Beispielhafter Blick in den Geschäftsbericht 2020 von VW

Die Gründer der VW Aktiengesellschaft haben den Konzern mit einem Grundkapital von (gerundet) 1,283 Mrd. EUR ausgestattet. Der Börsenwert dieser Aktien betrug am 31.12.2020 das 63, 6-fache des eingesetzten Grundkapitals: 81,6 Mrd. EUR. Damit ist bereits der Unterschied zwischen Multimilliarden schweren Clans und dem Kanonenfutter am Aktienmarkt klar: Sollte sich der Aktienkurs aufgrund einer Betrugs-, Unternehmens- oder Finanzkrise halbieren, halten die Gründer "nur" noch das 31,8 fache ihres eingesetzten Grundkapitals, während das Kanonenfutter die Hälfte seiner Investition verliert.

Das Grundkapital (oder auch Gründungskapital) ist die Investition, mit der Aktiengesellschaften ihre wirtschaftliche Aktivität starten. Bei Erfolg wächst das Unternehmen, es werden immer neue Produktionsstraßen aufgebaut etc., wodurch sich das mit dem Grundkapital gestartete Eigenkapital der Aktiengesellschaft erhöht. Für den 31.12.2020 weist VW ein Eigenkapital von 127,0 Mrd. EUR aus. Jetzt sollte sich der gemeine Arbeitsidiot am Kopf kratzen: Wie kann es sein, daß ein Konzern mit einem Eigenkapital von 127,0 Mrd. EUR an der Börse zum Schnäppchenpreis für 81,6 Mrd. EUR zu haben ist?

Dazu muß man sich einfach den Schuldenstand des Unternehmens einpreisen. Die VW Aktiengesellschaft weist für 31.12.2020 einen Kreditstand von 203,457 Mrd. EUR auf, für das Vorjahr beträgt er 201,468 Mrd. EUR. Der Schuldenstand ist also um 1,989 Mrd. EUR gestiegen. Um die Aktionäre trotzdem bei Laune zu halten, wurde 2020 eine Dividende von 2,419 Mrd. EUR ausgeschüttet. Warum sollten die Aktionäre auf eine Dividende verzichten, solange sie über eine nicht versiegende Kreditlinie verfügen?

Die hohe Kunst der Buchführung -ein ultrakomplexes Thema mit Hunderten von Seiten immer wieder neu erfundener Vorschriften- besteht darin, daß auf der Seite des Geschäftsberichts, auf der die Aktiva den Passiva gegenübergestellt werden, eine schöne fette Null herauskommt, weil das so sein muß. Das macht diese Seite relativ suspekt.

Suspekt vor allem vor dem Hintergrund, daß unter den Aktiva die ausstehenden Forderungen/gewährten Kredite der Aktiengesellschaft gegenüber Dritten aufgeführt sind. Die bieten hoffentlich mindestens die gleiche "Sicherheit" der unter Passiva aufgenommenen Kredite. Anschaulicher: Wer ein Mietshaus dadurch finanziert, daß er seine Kreditkosten (Passiva) mit den voraussichtlichen Mieten (Aktiva) verrechnet, für den wird die schöne Null sehr schnell ein dickes fettes Minus, falls Mieter ausziehen. Das Investment-grade Rating emittierter Anleihen ist also nur die halbe Meinung, auch wenn die von Aktiengesellschaften naturgemäß besonders herausgestellt wird. Die andere Meinungshälfte steht wo?

Die Finanzkrise hat gezeigt, daß allein die vier Zahlen Grundkapital, Börsenwert, Eigenkapital und Schuldenstand schon viel Text aus der hohen Kunst der Buchführung aufhellen/ersetzen können, und selbst ausgezeichnete Ratings bei Zahlungsausfall nichts wert sein können.

Die Zauberlösung für die bilanztechnische Null

Überwiegen bei der Gegenüberstellung der Aktiva (Eigenkapital, Forderungen an Dritte, ...) und Passiva (eigene Schulden, Dividende, (Lohn)Kosten, ...) die Passiva, gibt es " zukunftsweisende innovative Technologien", mit denen sich Passiva auf die Seite der Aktiva verschieben lassen, d.h. Schulden verwandeln sich bilanzrechtlich "legal" zu Eigenkapital. Für diese auf den ersten Blick an Zauberei grenzende Lösungsmöglichkeit des "Debt-Equity-Swap" gibt es eigens zum Teil hochkomplizierte (sprich undurchsichtige) Finanzprodukte. Im Prinzip aber ist der Trick immer gleich und denkbar billig: Schulden werden zusammengepackt, mit einem Rating versehen und verkauft, und schon haben sie auf die Seite der Aktiva gewechselt. Daß und zu welchem Preis diese Schulden irgendwann in der Zukunft zurückgekauft werden müssen, taucht in der Bilanz erst auf, wenn diese Zukunft eintritt. Bis dahin hat man für den Verkauf eigener Schulden erstmal Geld (Aktiva) bekommen. Mit solchen Methoden können nicht nur Konzerne, sondern auch Staaten ihre Bilanzen verschleiern. Besonders innovativ und sehr teuer war die Umwidmung griechischer Staatsanleihen (Staatsschulden) in "Guthaben" durch Goldman Sachs, um bilanztechnisch Mitglied der Euro-Zone werden zu können.

Die Wirtschaftskompetenz des Bierdeckelexperten: Statt Zwangsanleihe ein allgemeiner Zwang zum Aktienkauf

Nachdem die "sparsame schwäbische Hausfrau" die zinsbasierten Kapitalmarktprodukte der Spar- und Altersvorsorgemodelle kahl gefressenen hat, muß die "private" Altersvorsorge reformiert werden. Dazu steht auch schon der nächste Lightkulturideologe parat. Friedrich Merz, gleichzeitig auch (ehemaliger) Strohmann des internationalen Finanzkapitals, möchte die bisherige Freiwilligkeit, sich durch den Abschluß einer zinsbasierten Altersvorsorge aufs Kreuz legen zu lassen, durch den Zwang zum Kauf aktienbasierter Kapitalmarktprodukte ersetzen. Ansonsten spielt sich der Hütchenspieler der Nation gerne als Anwalt der Freiheit auf, der die Bevormundung durch den Staat einschränken will.

Ein allgemeiner Zwang zum Aktienkauf ist schon rein theoretisch noch mieser als eine Zwangsanleihe, da Aktien weder eine Verzinsung (durch Ausschüttung einer Dividende) noch bei Verkauf die Rückzahlung des Kaufpreises garantieren. Was die Börsengurus zudem gerne verschweigen: Das Eigentum der Aktionäre ist die Sicherheit der Kreditgeber/Anleihenkäufer. Wenn also ein Konzern mit mehr Schulden als Eigenkapital tatsächlich bankrott geht, bleibt nach der Liquidation aller Vermögenswerte zur Befriedigung vorrangiger Gläubiger nichts für die Aktionäre übrig. Aktien haben also nicht nur einen wesentlich spekulativeren Charakter als Anleihen, sondern auch das Risiko eines Totalverlustes ist noch höher.

"Experten" können natürlich einwenden, es bliebe immerhin die Zockerfreiheit: Der gemeine Arbeitsidiot müsse eben nur die "richtigen" DAX-Hütchen auszuwählen. Klaro. Um den Wert dieser "Freiheit" zu beurteilen, einfach mal den Wirtschaftsexperten mit der Bierdeckelkompetenz die Frage beantworten lassen, bei welchem der überschuldeten DAX-Konzerne der Schuldenstand nicht das Eigenkapital übersteigt. Hütchenspiele werden bewußt so aufgebaut, daß jedem suggeriert wird, er sei cleverer als die anderen, aber egal welches Hütchen ausgewählt wird, das Ergebnis ist immer gleich.

Wenn also Faktenchecker der Tagesschau vor Gerüchten im Netz über Zwangsanleihen oder Zwangshypotheken warnen, kann man gerne zustimmen: Alles wilde Spekulation. Der Hütchenspieler hat mit der Zwangsaktie ohnehin einen viel perverseren Vorschlag.

Zwangsanleihen sind eigentlich ein Instrument der Vermögensabgabe. Die Zwangsanleihe des Deutschen Reiches beispielsweise mußten ab 01.01.1923 vermögenssteuerpflichtige Personen mit einem Vermögen über 100.000 Reichsmark aufkaufen und erwiesen sich aufgrund der Inflation praktisch als Totalverlust. Das wirklich Abartige an der Idee des Hütchenspielers: Der Kaufzwang für im Vergleich zu Anleihen hochspekulative Aktien zielt erneut auf die Altersvorsorge des gemeinen Arbeitsidioten. Die Alternative, Multimilliarden schwere Clans zum Kauf der eigenen Anleihen zu zwingen, weil die bankrotten Unternehmen, die damit gerettet werden sollen, schließlich auch diesen Clans gehören, kommt nicht vor, sondern stattdessen schütten selbst hochverschuldete Unternehmen lustig Dividenden aus.

Leider haben die Nazis die Vernichtung von Parasiten für ihre Rassentheorie mißbraucht, so daß man den Parasitenbegriff in der BRD nur noch eingeschränkt (zB. Wolfgang Clement mäßig) verwenden kann. Außerdem gilt das Recht auf körperliche Unversehrtheit seit 1949 sogar für die, die wie Schäuble gerne mal zur Diskussion stellen, ob dieses Recht tatsächlich für alle gilt. Und das, obwohl dem Lightkulturideologen kein Totenkopfkommando, sondern nur irgendein Penner durch den Kopf geschossen hat.

Sich immer neue Methoden auszudenken, um den gemeinen Arbeitsidioten abzufrühstücken, ist für "Demokraten" wie Kahl Fraß Schäuble oder den Hütchenspieler Merz alternativlos, denn Demokratie heißt: Sollten die Kanzlermacher der Kartelle aus dem Club der (Multi)Milliardäre mit der Arbeit ihrer Fußsoldaten a la Schäuble, Merz, ... unzufrieden werden, dürften sich die Sprachrohre dieser Kartelle sehr schnell um die Umfragewerte kümmern und nach Alternativen suchen.

Rentenpunkte: Der integrierte Fraßschutz gegen Schäuble, Merz und Co.

In der Wirtschaft der Bierdeckel scheinen die historischen Desaster vergessen zu sein, aufgrund derer die gesetzliche Rentenversicherung als ein Zwangsumlagesystem konstruiert ist, das Rentner direkt an der (bisher stetig wachsenden) Wirtschaftsleistung beteiligt und weder auf zinsbasierte und schon garnicht auf aktienbasierte Kapitalmarktprodukte beruht. Der Zwang der gesetzlichen Rentenversicherung erstreckt sich nicht nur auf die Mitgliedschaft der Arbeitnehmer, sondern auch auf den Zwang, Teile der Wirtschaftsleistung auf Rentner umzulegen, denn auch für die Arbeitgeber besteht Zwangsmitgliedschaft. Die Umlage richtet sich nach den gesammelten Rentenpunkten, die im Gegensatz zu angespartem Kapital unabhängig von Kriegen, Inflation, Null/Negativzins- oder Aktienzusammenbrüchen stets erhalten bleiben, d.h. die Kahlfraß-Methoden von Bierdeckelexperten a la Schäuble, Merz und Co. haben bei der gesetzlichen Rentenversicherung keine Chance.

Das Wunder der schönen neuen Lightkultur: Hochverschuldet und trotzdem Milliardengewinne

Trotz teils extremer Verschuldung schütten DAX-Konzerne regelmäßig Milliardengewinne an ihre Shareholder aus, denn solange das Rating stimmt, finden sich immer Kreditgeber im Glauben, eine freie Meinung reiche als Sicherheit aus. Seitdem die Banken aus der Finanzkrise gelernt haben, ist dieser Gläubige(r) irrer Weise die EZB, die im Hunderte Milliarden-Maßstab frisch gedruckte Euros verteilt, für die keine liquidierbare Sicherheit existiert. Der Schuldenstand kennt zwar tendenziell wie bei den Staaten nur eine Richtung, aber wen interessiert das schon?

Kritisch wird es allerdings, wenn Aktien fallen, denn dann ist das Rating in Gefahr. Das Politbüro der EZB sorgt jedoch dafür, daß das Spiel bankrotter DAX-Konzerne stets weiter geht, und die Kreditlinie für Anleihenkäufe nie versiegt, oder anders ausgedrückt: Stets werden im Prinzip ausgefallene Kredite durch neue neue und noch größere ersetzt. Die Finanzkrise ist keineswegs gelöst, sondern läuft beschleunigt weiter. Keine Anleihe darf tatsächlich ausfallen, denn dann besteht die Gefahr, daß hochverschuldeten DAX-Unternehmen auch tatsächlich Insolvenz anmelden müssen. Weiterer Baustein, die Kreditlinie für Anleihenkäufe nicht versiegen zu lassen, sind die Nullzinsen der EZB, denn Firmenanleihen bieten Zinsen. Und wenn der Schatten-Kanzlerkandidat Merz statt Zwangsanleihen für Multimilliarden schwere Clanchefs den Arbeitsidioten unter dem Deckmäntelchen der "Altersvorsorge" zu Stützungskäufen von Aktien zwingt, stützt auch das die Ratings immer höher verschuldeter Konzerne.

Das Wunder der schönen neuen Lightkultur: Selbst verrottete Unternehmen mit weit höheren Schulden als Eigenkapital zahlen Milliarden-schwere Dividenden aus. Konzerne, die laufend neues Geld durch die Emission neuer Anleihen hereinholen, finden in ihrem Geschäftsbericht immer den Platz für eine Dividendenauszahlung. Die einfachste und zugleich brutalste Alternative wäre ein Verbot der Dividendenausschüttung, falls der Schuldenstand das Eigenkapital überschreitet. Dann wäre für die Emission immer neuer Schrottanleihen sofort game over. Ein Vorgehen, das alle bankrotten Unternehmen auf einen Schlag liquidiert, ist allerdings wenig praxistauglich. So geht Kahl Fraß Schäuble innerhalb Deutschlands höchstens in der DDR vor, wo von 1990 bis 1995 ca. 80 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung vorübergehend oder auf Dauer ihren Arbeitsplatz verlor. Praxistauglicher ist, bankrotten Mono-/Oligopolisten nach und nach den wirtschaftlichen Genickschuß zu verpassen, damit der Bruch nicht zu groß wird und ein neuer Mittelstand nachwachsen kann.

Die wunderbare Zentralbank-Theorie und die Praxis in Europa

Nach der wunderbaren Zentralbank-Theorie kann es keine Staatsschuldenkrise geben, denn zu jedem neuen Euro, der als Kredit vergeben wird, existiert eine Sicherheit. Kann ein Staat einen Kredit nicht mehr bedienen, liquidiert die Privatbank einfach diese hinterlegte Sicherheit.

Wenn also der griechische Staat deutsche Fregatten oder U-Boote kauft, sollte die Privatbank, die solche Deals finanziert, die "Fahrzeugbriefe" einbehalten und den Griechen bei Zahlungsverzug ihre schönen Wasserfahrzeuge wieder wegnehmen, um sie zu Geld zu machen. Und da es sehr ungewiß ist, Käufer zu finden, die für Insolvenzmasse den Originalpreis zahlen, können finanzierte Güter nur deutlich unterhalb des Originalpreises als Sicherheit für einen Kredit dienen.

So läuft die Sicherheitenbestellung für Kredite natürlich nur beim Arbeitsidioten, denn ansonsten wären deutsche Exporte in eine Reihe von EU-Staaten sehr schnell beendet. Im Gegensatz zum Arbeitsidioten arbeiten Staaten wie Konzerne mit dem Finanzinstrument der Anleihe.

Theoretisch sollte es im Zentralbanksystem ein Verbrechen sein, wenn Privatbanken ihre Pflicht verletzen, frisch gedruckte Euros weiter zu verleihen, ohne für die Hinterlegung der nötigen Sicherheit zu sorgen. Da die Privatbanken auch beim Kauf von Staatsanleihen längst etwas aus der Finanzkrise gelernt haben, hat das Politbüro der EZB während der Ägide von Kahl Fraß Schäuble die Kontrollfunktion der Privatbanken ausgeschaltet und finanziert Staaten ebenso wie Unternehmen direkt. Drohende Zahlungsunfähigkeit wird ganz einfach abgewendet, indem das Politbüro der EZB -koste es, was es wolle- immer neue Anleihen aufkauft, für die frisch gedruckte Euros nur mit der wertlosen "Sicherheit" eines Ratings verteilt werden.

Während an Unternehmen Hunderte Milliarden im Tausch für "investment grade Anleihen" zugeschoben wurden, genehmigten sich die EU-Staaten über 2.000 Milliarden, die in was investiert wurden?

Deutsche Staatsanleihen als "investment grade" zu bezeichnen, obwohl sie eine negative Investition sind, ist die Verhöhnung des Laien durch "Finanzexperten".

Die widerwärtige Rolle von Kahl Fraß Schäuble in Europa

Es gibt in der BRD eine Reihe von Berufen mit teils sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen, in denen findet der Lightkulturideologe Kahl Fraß Schäuble so gut wie keinen Deutschen, sondern ausschließlich in den süd- und osteuropäischen Urlaubsländern angeworbenes Humankapital. Weil diese Urlauber in ihrer Heimat nur einen Bruchteil von dem verdienen, was ihnen im reichsten Billiglohnland Europas geboten wird, kann Kahl Fraß Schäuble im Scheißhausorgan des (nichtjüdischen) Zionisten Döpfner seine Version der über ihre Verhältnisse lebenden EU-Staaten verbreiten, wobei Griechenland von den PIIGS (Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien) oder GIPSI besonders bedacht wurde.

Noch ein wenig besser als in der BRD der deutsche wird in Griechenland der griechische Arbeitsidiot für das unbegrenzte Wachstum hochverschuldeter Konzerne zur Kasse gebeten. Ob für die fehlende Sicherheit ausfallender Kredite der Kreditgeber, -nehmer oder beide zur Verantwortung gezogen werden, richtet sich zwischen Staaten nur nach deren wirtschaftlichen/politischen/militärischen Feuerkraft. Schäuble konnte nicht nur in der ehemaligen DDR, sondern auch in kleineren europäischen Staaten Kahlfraßprogramme durchsetzen.

Obwohl unter der Ägide von Kahl Fraß Schäuble bei den Sicherheiten nur Kosmetik betrieben wurde, die Kontrollfunktion der Privatbanken bei der Kreditvergabe an Staaten/Konzerne ausgeschaltet wurde, und die EZB Tausende Milliarden Euro an neuen unbesicherten Kredite verteilt hat, wurde dem Lightkulturideologen 2012 der Aachener Karls-Preis für seine "Verdienste" um die europäische Integration und Stabilisierung der Währungsunion verliehen.

Ob gelb, ob grün, ob rot, ob braun, stets die Bürger in die Röhre schaun!

Stand: 04.09.21